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037

The Tomb of the Cybermen ist der 37. aus 4 Teilen bestehende Handlungsbogen der Serie Doctor Who und eröffnete die 5. Staffel.

In Deutschland erschien der Handlungsbogen im Mai 2020 auf DVD bei Plolyband.

Handlung

Das TARDIS kommt auf dem Planeten Telos an, auf dem eine archäologische Expedition von der Erde, geführt von Professor Parry, versucht, die verlorenen Gräber der Cybermen freizulegen.

Mit Hilfe des Doctors betreten die Archäologen die Gräber. Dort offenbart die Gruppe um Eric Klieg und seiner Teilhaberin Kaftan, ihren Plan, die Cybermen wiederzubeleben. Klieg möchte ihre Stärke verwenden, verbunden mit der Intelligenz seiner eigenen Bruderschaft der Logiker, um eine unbesiegbare Armee zur Eroberung der Erde zu schaffen. Es stellt sich jedoch heraus, dass das Grab in Wirklichkeit eine riesige Falle ist, die entworfen wurde, um die Menschen anzulocken, um sie in Cybermen umzuwandeln ...

ausführlichere Inhaltsangabe

Mitwirkende

Charakter Darsteller/in
Zweiter Doctor Patrick Troughton
Jamie McCrimmon Frazer Hines
Victoria Waterfield Deborah Watling
Eric Klieg George Pastell
Kaftan Shirley Cooklin
Toberman Roy Stewart
Professor Parry Aubrey Richards
John Viner Cyril Shaps
Jim Callum Clive Merrison
Captain Hopper George Roubicek
Ted Rogers Alan Johns
Peter Haydon Bernard Holley
Cyber-Controller Michael Kilgarriff
Cybermen Tony Harwood
Reg Whitehead
Hans de Fries
John Hogan
Richard Kerley
Ronald Lee
Charles Pemberton
Kenneth Seeger
Cybermen
(Stimme)
Peter Hawkins

Anmerkungen und Bezüge zu anderen Episoden

  • Der Doctor äußert gegenüber Victoria, er sei etwa 450 Jahre alt. Außerdem meint er, er könne sich an seine Familie erinnern, wenn er es wolle. Meist würde seine Familie jedoch tief in ihm "schlafen".
  • Der Doctor klärt das Archäologen-Team nicht darüber auf, dass die Cybermen ursprünglich vom Planeten Mondas stammen.
  • Wie und wann die Cybermen nach Telos kamen, bleibt unbekannt.
  • Erstmals werden ein Cyber-Controller und Cybermats aktiv.
  • Der Cyber-Controller erwähnt die Zerstörung von Mondas (in The Tenth Planet) und die Begegnung mit dem Doctor auf dem Mond (in The Moonbase).
  • Der Doctor kehrt in der Episode Attack of the Cybermen nach Telos zurück.

Hintergründe

  • The Tomb of the Cybermen und The Enemy of the World sind die einzigen Handlungsbögen der 5. Staffel, die komplett erhalten sind.
  • Dabei galt bis 1991 auch diese Folge als verschollen, bis sie in Hongkong wiedergefunden wurde.
  • Die von Dick Mills und Brian Hodgson geschaffene Tonkulisse ist jedoch nicht mehr vorhanden, so dass Mark Ayres für die Synchronfassung auf Basis von Archivaufnahmen 2020 eine neue Tonspur schuf.
  • 2002 wurde im Zuge der ersten DVD-Veröffentlichung eine Szene dieser Folge als Test herangezogen, um zu versuchen, den originalen Videolook wiederherzustellen. Dies gelang so gut, dass die entwickelte Technik für alle Folgen angewandt wurde. Die restaurierte Version von Tomb of the Cyberman wurde 2012 veröffentlicht.
  • Die Szene, in welcher der Doctor und Jamie Händchen haltend loslaufen stand so nicht im Drehbuch. Frazer Hines und Patrick Troughton entwickelten dies während der Dreharbeiten als kleinen Spaß, wohl wissend dass Regisseur Morris Barry es unterbunden hätte, hätte er vor dem nicht wiederholbaren Dreh davon erfahren. Da sie nicht wussten, auf welcher Höhe das Kamerabild endet, hielten sie die Hände höher als es eigentlich normal wäre.
  • Michael Kilgarriff sagte erst nach drei Tagen Bedenkzeit für die Rolle des Cyber-Controller zu. Da er weder zu sehen noch zu hören war, sondern vorwiegend wegen seiner Erfahrung und seiner Körpergröße von 1,93 m ausgewählt wurde, hatte er Bedenken. Der Versuch, die Rolle anderweitig zu besetzen, war in der Zwischenzeit fehlgeschlagen.
  • Fehlgeschlagen war auch der Versuch der BBC, den Darstellern der Cybermen die Gage zu kürzen. Das Argument, sie seien nur im Kostüm zu sehen und nicht zu hören wurde fallengelassen, als Kilgarriff darlegte, dass er dennoch seinen Text lernen müsse.
  • In der Frühphase der Produktion wurde bestimmt, dass Jamie McCrimmon statt seines Kilts eine Hose tragen sollte. Frazer Hines wehrte sich mit Erfolg dagegen.
  • Für das Pulsieren und Blitzen des Kopfes des Cyber-Controllers gab es einen batteriebetriebenen Mechanismus. Da die Batterien regelmäßig ausfielen, musste der angeschraubte Kopf wiederholt geöffnet werden. In der fertigen Serie sieht man von den vorgesehenen Effekten kaum etwas.
  • Probleme machten auch die Cybermats. Sie waren ferngesteuert und funktionierten während der Proben perfekt. Bei angeschalteten Kameras und Tonabehmern kam es jedoch zu so großen Interfernzen, so dass sie kaum steuerbar waren. So musste man sie mit Nylonfäden ziehen, um drehen zu können.
  • Die Idee, die Cybermats ähnlich wie die Daleks zu vermarkten, wurde, obwohl sie auch deswegen erst geschaffen wurden und ihre Darstellung auf positives Echo stieß, verworfen.
  • Die Sterbesezene des Cybermen wurde im Nachhinein als zu realistisch und daher zu beängstigend für Kinder kritisiert. Regisseur Morris Barry gefiel aber gerade die Realitätsnähe an der Szene.
  • Er ließ auch in der Szene, die am Eingangstor spielt, das Set umbauen, weil die Kameras falsch standen. Das verbrauchte mehr Zeit, als die Kameras richtig zu stellen. Hintergrund war, dass das Kamerascript bereits fertiggestellt war und eine Änderung der Positionen ein neues Script erfordert hätten.
  • Shirley Cooklin erhielt die Rolle als Kaftan direkt von ihrem damaligen Eheman Peter Bryant, der die Figur dafür eigens für sie geschaffen hatte. Cooklin gab später an, dies geschah, weil sie als dunkelhaarige mit angeblich südländischem Aussehen Probleme hatte, gute Rollen zu erhalten.
  • Sie berichtete später, dass sie direkt nach der Sterbeszene von Kaftan aufgrund ihrer großen Müdigkeit eingeschlafen sei und erst wieder erwachte, als sich das Produktionsteam besorgt über sie beugte.
  • Den Bio-Projector bedient in Teil 1 und 4 des Serials der Schauspieler Frankie Dunn, der in The Ice Warriors auch vor der Kamera eine Statistenrolle inne hatte.
  • Am ersten Drehtag baggerte Frazier Hines Shirley Cooklin an, die er, da sie bereits in ihrem Kostüm mitsamt Toupet war, nicht als die Frau von Peter Bryant erkannte. Cooklin ließ sich bewusst Zeit damit, ihn aufzuklären.
  • Für Deborah Watling stellte die Szene, in welcher sie in der Regeneratiosnkammer eingesperrt ist, eine besondere Herausforderung dar. Da sie unter Platzangst leidet, hatte sie im Vorfeld Angst davor und konnte am Ende auch nicht durchgehend in der Kammer bleiben. Das Klopfen, das eigentlich von ihr hätte kommen sollen, übernahm jemand anders.
  • Dass sie beim Verlassen der Kammer wegen Sauerstoffmangel außer Atem ist, war während der Proben eingefügt worden um Kinder vor Nachahmung zu warnen.
  • In dieser Szene verarbeitet Autor Gerry Davis seine eigene Klaustrophobie. Er tat dies in seinen Drehbüchern öfters.
  • Man kann hier auch deutlich die sich in Position bringenden Troughton und Shaps sehen, als Kaftan in einer Naheinstellung zu sehen ist. Beide sollten eigentlich erst später zu sehen sein.
  • Während die Szene am Einganstor der Grabanlage mit den Gastdarstellern gedreht wurde, arbeiteten die Hauptdarsteller zeitgleich noch am vorangehenden Serial
  • Zur Orientierung: Die 50 Pfund, die Kaftan dem ersten verspricht der das Tor öffnet, waren im Jahr 2011 etwa 700 Pfund wert.
  • Wenn man genau hinschaut, sieht man wie Patrik Troughton die (angeblich) schwere Tür zur Kammer mit dem Fuß leicht zudrückt, damit er sie nicht versehentlich mit den Händen öffnet.
  • In der Szenze, in welcher der Doctor Parry und Klieg die Mathematik erklärt, welche die Öffnung der Luke ermöglicht, ist voll von Fehlern, wurde aber nicht neu gedreht: So sollte Pastell deutlich später auf Troughton zulaufen, was dazu führt, dass er bei ihm angekommen, erst warten muss bis er seinen Text gesprochen hat. Dieser verspricht sich jedoch und spricht von "Integrates" statt von "Integrals", was keinen Sinn ergibt.
  • Toberman sollte nach einer frühen Fassung des Drehbuchs völlig taub sein. Dies erklärt, warum er in der Endfassung relativ wenig Text hat. Auch sein Kostüm sollte mehr dem von Kaftan ähneln.
  • Als Toberman von den Cybermen übernommen ist, sollte er demzufolge einen Ohrhörer tragen, über den die Cybermen ihn kontrollieren. Dies wurde erst kurz vor Drehbeginn geändert.
  • In einer früheren Version des Scripts sollte der Doctor nicht nur die Hände des durch Stromschlag getöteten Crewmitglieds untersuchen, sondern auch dessen Füße.
  • In der Originalfassung des Scripts war vorgesehen, dass im Waffentestraum ein lebender Cyberman erschossen wird und dass Victoria von Doctor daran gehindert wird, auf den sterbenden Haydon zuzulaufen.
  • Insgesamt wurden aber die ersten beiden Teile des Scripts wenig verändert, während Teil drei und vier größere Überarbeitungen erfuhren.
  • Das Erwachen der Cybermen aus ihren Eisgräbern musste zwei Mal gedreht werden, da beim ersten Versuch zu wenig Film in der Kamera war.
  • Der Text zwischen Victoria und Kaftan kurz vor dem Angriff des Cybermats war improvisiert und stand nicht im Drehbuch.
  • Den etwas längeren Dialog zwischen dem Doctor und Victora gegen Ende des dritten Teils fügte Victor Pemberton nach ersten Proben ein: Es war aufgefallen dass Victorias Rolle zu unklar war, auch ihr Hintergrund könnte durch die Pause zwischen diesem und dem vorangehendem Serial vergessen worden sein, von neuen Zuschauern gar nicht zu reden. Das Gerry Davis die Zeilen nicht schrieb lag daran, dass dieser bereits mit dem nächsten Projekt ausgelastet war.
  • Besagte Szene musste auch zwei Mal gedreht werden, da Deborah Waitling mit leichtem Fieber infolge einer Sommergrippe zu kämpfen hatte, weswegen sie ihren Text teilweise nuschelte.
  • Der Cliffhanger aus Episode 3 wurde für den Beginn von Teil 4 neu gedreht, was es ermöglichte, den Spezialeffekt der Laserpistole zu verbessern.
  • Geschnitten wurde eine Szene in welcher sich die Cybermen darüber verständigen, dass ihre Energie fast aufgebraucht ist und sie vor der Rückkehr in die Energieeinheiten die Humanoiden töten müssen.
  • Das Erscheinen des Cybermats am Ende von Teil 4 stand nicht im Drehbuch und wurde in letzter Minute in die Handlung eingefügt.
  • In Australien wurde das Serial wegen der Gewalt zunächst als nicht kindertauglich eingestuft, was sich erst nach einem Briefwechsel mit Kit Pedler änderte. Allgemein wurden die Serials seit The Macra Terror herangezogen um zu diskutieren, ob Doctor Who für Kinder geeignet sei. Derartiges wiederholte sich fortan alle 4 bis 5 Jahre.
  • Ob The Abominable Snowmen wirklich die nächste Folge sein würde, war bei Produktionsende noch nicht klar, da man hinter dem Zeitplan hinterher hing. Deswegen bereitete man sich darauf vor, auch eine andere Folge anzukündigen.

Veröffentlichungen

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