Doctor Who Torchwood Wiki
Advertisement
Doctor Who Torchwood Wiki

The War Games ist der 50. aus 10 Teilen bestehende Handlungsbogen der Serie Doctor Who und beendete die 6. Staffel.

In Deutschland erschien dieser Handlungsbogen im Juni 2019 unter dem Titel Kriegsspiele auf drei DVDs bei Polyband.

UK DVD-Cover

Deutsches DVD-Cover

Handlung

Die TARDIS landet auf einem Planeten, auf dem die War Lords viele Soldaten gefangen halten, die von unterschiedlichen Kriegen aus der Geschichte der Erde stammen. Diese wurden einer Gehirnwäsche unterzogen, damit sie sich untereinander bekämpfen. Ihr Ziel ist es, eine unbesiegbare Armee aus den Überlebenden zu bilden und diese zu verwenden, um die Galaxie zu übernehmen.

Überwacht werden die Kämpfe von einem Sicherheitschef und von einem War Chief, letzterer identifiziert den Doctor schnell als einen der Time Lords, da er selbst ein abtrünniger Time Lord ist. Der War Chief unterstützt die War Lords mit einem Zeitschiff, um die Kriegsspiele zu realisieren, aber er plant ins Geheim selbst die Macht zu ergreifen ...

ausführlichere Inhaltsangabe

Mitwirkende

Charakter Darsteller/in
Zweiter Doctor Patrick Troughton
Jamie McCrimmon Frazer Hines
Zoe Heriot Wendy Padbury
Jennifer Buckingham Jane Sherwin
Jeremy Carstairs David Savile
Major Barrington Terence Bayler
Sergeant Willis Brian Forster
General Smythe Noel Coleman
Captain Ransom Hubert Rees
Sgt. Major Burns Esmond Webb
Redcoat Tony McEwan
Commandant Gorton Richard Steele
Lieutenant Crane David Valla
Lieutenant Lucke Gregg Palmer
von Weich David Garfield
War Chief Edward Brayshaw
Sergeant Thompson Bill Hutchinson
Corporal Riley Terry Adams
Leroy Leslie Schofield
Harper Rudolph Walker
Spencer Michael Lynch
Russell Graham Weston
Wissenschaftler Vernon Dobtcheff
Sicherheitschef James Bree
Moor David Troughton
Oberster War Lord Philip Madoc
Du Pont Peter Craze
Arturo Villar Michael Napier-Brown
Ivan Petrov Stephen Hubay
Tanya Lernov Clare Jenkins
Time Lord Bernard Horsfall
Time Lord Trevor Martin
Time Lord Clyde Pollitt
War Lord Neville Simons
Eis-Krieger Tony Harwood
Soldaten Andrew Andreas
Gary Dean
Derek Hunt
Neville Simons
Reiter der Könföderation
Alien-Wache
Gerry Wain
Alien-Techniker Charles Pemberton

Anmerkungen und Bezüge

Hintergründe

  • Der Grund für die offene Regeneration, welche den nachträglichen Einschub erst möglich machte, war einfach der, dass man zum Zeitpunkt des Drehs Jon Pertwee noch nicht unter Vertrag hatte. Dies war erst während der Dreharbeiten zum eigentlich Prozess der Fall, die nach dem Dreh der Regeneration gemacht wurden, jedoch wollte man die bereits gedrehte Szene nicht verwerfen.
  • In Teil 6 wird erstmals der Begriff Time Lord genannt und dargestellt dass der Doctor einer ist. Derrick Sherwin hatte diese Idee eingebracht und den Drehbuchautoren übermittelt. Damit wird zum ersten mal überhaupt ein Hintergrund für den Doctor genauer betrachtet. Frühere Konzepte, welche als Kanon galten, aber zeitgenössisch nicht öffentlich wurden waren:
    • Der Doctor und Susan sind nach einem Krieg, der ihren Heimatplaneten zerstörte, geflohen. William Hartnell und Carole Ann Ford spielten ihre Rollen passend dazu.
    • 1965/66 war der Doctor ein Außerirdischer, der so großen Gefallen an den menschen gefunden hat, dass er menschliche Form annahm um auf der Erde leben zu können.
  • Die Strafe für den Doctor sollte noch härter sein: Im originalen Entwurf Sollte ihm auch sein Gedächtnis genommen werde, so dass er völlig ohne Erinnerung daran, wer er ist, auf die Erde geschickt werden sollte.
  • Der Zehnteiler bestand ursprünglich aus zwei völlig getrennten Serials, einem Sechs- und einem Vierteiler. Nach einigem Hin-und Her bei der groben Planung stand der Titel für das erste Serial fest: Doctor Who and the Impersonators, geschrieben von Malcolm Hulke. Weitere Umstellungen bei der Vorbereitung beendeten die Ausarbeitung dieses Serials.
  • Für die internationale Version mussten einige Soundeffekte geändert werden: Es lag im Original auf 16mm vor, auf dessen Tonspur Musik und Dialoge zusammen waren. Mark Ayres verwendete für die internationale Version, die in den jeweiligen Ländern für die Synchronisation verwendet werden kann, aus den Archiven neu eingespielte, teils auch aus anderen Szenen wiederverwendete Effekte und Musik. In zwei Fällen gab es kein Original in den Archiven, so dass ähnliche Hintergrundgeräusche genutzt wurden.
  • Smythe sollte die Gedankenkontrolle ursprünglich durch Veränderung sines Sprechtones ausüben, nicht durch die Brille. Während der Proben schlug David Maloney die Änderung vor, um den Vorgang deutlicher zu machen.
  • Unklar ist, was für einen Krieg Von Weich meint, als er in Teil 6 versucht Moor einzureden, er sei ein englischer Soldat im Jahr 1871. Zwar passt die Uniform zum genannten Jahr, aber weder kämpfte England in diesem Jahr in einem Krieg, noch ist auf der Karte ein Krieg verzeichnet, der in diesem Jahr stattfand (dergleichen es ja durchaus gab, wie den Krieg zwischen Deutschland und Frankreich).
  • Ein Fehler hat sich eingeschlichen: In der 1917er Kriegszone haben deutsche Soldaten Helme mit Pickelhaube. Diese wurden aber bereits 1916 abgeschafft.
  • Auch die - aus Budgetgründen extrem kleine - römische Einheit ist falsch dargestellt. Ein solch kleiner Trupp hätte nicht mit dem Zeichen einer Legion unterwegs sein dürfen. Auch hätten zeitgenössische Römer auf dem dargestellten Gelände keinen Streitwagen genutzt.
  • Unklar ist auch, welchen Krieg die römische Zone darstellt. Folgt man den Ausführungen des Doctors, befindet sie sich etwa im Jahr 83 v. Chr. und damit entweder in Kleinasien oder in einem römischen Bürgerkrieg. Dem Regisseur schwebte aber eher das Jahr 42 n Chr. vor: In diesem Jahr begann die römische Invasion in Britannien.
  • Der Soundtrack wurde von fünf Musikern eingespielt. Um Kosten zu sparen, waren es in den Teilen 8 bis 10 nur noch vier Musiker.
  • Budgetgründe hatte auch die Tatsache, dass in der Kommandozentrale nur männliche Techniker saßen. Die hierfür engagierten Statisten konnte man günbstig auch Soldaten in den einzelnen Kriegszonen einsetzen.
  • Drehort für das Schlachtfeld des ersten Weltkriegs war eine Müllhalde in Brighton. Kurz zuvor hatte man dort Oh! What a Lovely War gedreht und anschließend den Drehort so belassen, wie er war. Für das Team von Doctor Who war dies ein willkommenes Geschenk.
  • Dabei wäre es beinahe zu einem schweren Unfall gekommen: Hätte Patrick Troughton im Vorfeld nicht darauf bestanden, die Explosion, die einen Granateneinschlag hätte darstellen sollen, selbst zu sehen, wäre bei dem eigentlich angestandenen Take ein duch die Sprengung freigesetzter Felsen genau dort gelandet, wo die Schauspieler hätten Deckung suchen sollen. Troughton weigerte sich in der Folge, bei Szenen dabei zu sein, in denen Sprengladungen hochgingen.
  • Teil 1 war bereits vom Drehbuch her viel zu lang. Es wurde massiv gekürzt, nach den Dreharbeiten musste weiter gekürzt werden.
  • Hubert Rees wurde von Shaun Sutton, damals Head of Drama bei der BBC, wegen seiner kleinen, aber markanten Rolle in Fury from the Deep engagiert. Regisseur Maloney, dem eigentlich die Auswahl der Gastdarsteller oblag, war davon nicht begeistert.
  • Die Deutschen Soldaten sprechen (wenn auch mit starkem Akzent) tatsächlich Deutsch, wenn sie sich untereinander verständigen. Was dabei heute wie ein Fehler klingt, ist aber historisch korrekt: Von Welchs Rang "Kapitän" entspricht dem des Hauptmanns und wurde im Kaiserreich teilweise auch für das Heer verwendet. Malcolm Hulke hatte bereits für das Deutsche Fernsehen gearbeitet und verfügte über entsprechende Sprachkenntnisse.
  • Von Teil 5 auf Teil 6 wurde das Design des Umprogrammierungsraums verändert: Die runden Ballons im Hintergrund wurden, weil sie sich ständig bewegten, durch fest installierte Scheiben ersetzt.
  • Schaut man ghenau hin, sieht man, dass der Umerziehungs-Wissenschaftler sich zwischen Teil 4 und 6 einen Bart wachsen lies. Das ist innerhalb der Handlung inkonsequent, war aber notwendig: Für sein nächstes Engagement benötigte Vernon Dobtcheff den Bart.
  • Das nur zu hörende, aber nicht zu sehende Erschießungskommando in Teil 7 wird unverkennbar von Patrick Troughton gesprochen. In der Deutschen Synchronisation geht dieser Effekt verloren.
  • Für die Landung der TARDIS im Ozean wurden Bilder aus Fury from the Deep wiederverwendet. Die TARDIS im All stammt aus der The Web of Fear
  • Troughton'sche Improvisationen:
    • Der Kuss auf Zoes Stirn in Teil 1, als die beiden getrennt werden.
    • Das Anhalten des Autos nach der Flucht des Doctors und Zoes. Hierfür waren im Drehbuch gar keine Textzeilen vorgesehen, man setzte von vornherein auf Improvisation.
    • Des Doctors Anweisung, in Deckung zu gehen, wenn der Tresor gesprengt wird.
    • Am Ende des Kampfes mit den Konföderierten Soldaten, als der Doctor Jamie amraunzt, wo er denn bleibe.
  • Mit 3,5 Millionen für Teil 8 waren die Zuschauerzahlen extrem schlecht und würden bis Teil 1 von Battlefield nicht wieder so tief sinken. Bereits seit einiger Zeit waren die Zahlen gesunnken, zu Beginn des Serials aber noch bei etwa 5 Millionen gestanden. Aber alles was unter 6 Millionen erreichte rief bei den Verantwortlichen Krisenstimmung hervor. Ein Grund für die sinkenden Zahlen war die neue ITV-Serie Land of the Giants. Man gab der Serie dennoch eine Chance und genehmigte eine weitere Staffel, hoffend auf einen ähnlichen Effekt den der Wechsel von William Hartnell zu Patrick Troughton gebracht hatte.
  • Eine Umfrage ergab, dass jüngere Zuschauer bemängelten, dass der Doctor nicht gegen bösartige Monster kämpfen muss, während genau dieser Umstand bei den älteren Zuschauern auf breite Zustimmung stieß.
Advertisement