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Dvd 138

Attack of the Cybermen ist der 138. aus 2 Teilen bestehende Handlungsbogen der Serie Doctor Who und eröffnete die 22.Staffel

Handlung

Die TARDIS wird durch einen Notruf zur Erde des Jahres 1985 gelockt. Dort treffen der Doctor und Peri auf Lytton, der Kontakt mit einer Gruppe von Cybermen sucht, die eine Basis in der Kanalisation von London aufgebaut haben.

Der Doctor und Peri werden von Lytton und den Cybermännern gefangen und gezwungen sie alle mit der TARDIS zum neuen Heimatplaneten der Cybermänner, Telos zu bringen. Die Cybermänner haben eine Zeitmaschine von einer anderen Rasse gestohlen und planen, die Geschichte zu ändern, indem sie die Erde mit dem Halleyschen Kometen zerschmettern, bevor ihre ursprüngliche Heimatwelt Mondas im Jahr 1986 zerstört wird....

ausführlichere Inhaltsangabe

Mitwirkende

Charakter Darsteller/in
Sechster Doctor Colin Baker
Peri Brown Nicola Bryant
Lytton Maurice Colbourne
Charles Griffiths Brian Glover
Vincent Russell Terry Molloy
Joe Payne James Beckett
Eregous Bates Michael Attwell
Lintus Stratton Jonathan David
Bill Stephen Churchett
David Stephen Wale
Flast Faith Brown
Varne Sarah Greene
Rost Sarah Berger
Threst Esther Freud
Cyber-Leader David Banks
Cyber-Controller Michael Kilgarriff
Cyber-Lieutenant Brian Orrell

Anmerkungen und Bezüge zu anderen Episoden

  • Die Handlung bezieht sich direkt auf die Ereignisse der Episode The Tenth Planet, in der die Cybermen erstmals auftraten.
  • Die Geschehnisse auf Telos spielen nach den Ereignissen der Episode The Tomb of the Cybermen.
  • Lytton trat erstmals in der Episode Resurrection of the Daleks auf.
  • Dem Doctor gelingt es kurzzeitig, den Chamäleon-Schaltkreis der TARDIS zu reparieren. Doch am Ende der Episode materialisiert sie wieder als Polizeinotrufzelle und behält diese Gestalt.
  • Der Doctor parkt die TARDIS auf dem Schrottplatz in der 76 Totter's Lane, wo sie bereits 1963 schon einmal stand (An Unearthly Child).
  • Bereits in der Episode The Invasion sah man Cybermen in der Londoner Kanalisation.
  • Peri beklagt sich darüber, dass der Doctor sie in letzter Zeit Tegan, Zoe, Susan, Jamie und Zodin genannt hätte.
  • Die deutsche Synchronisation versetzte die Handlung ins Jahr 1993.

Hinter den Kulissen

  • Attack of the Cybermen ist der erste Handlungsbogen der als Zweiteiler à 45 Minuten gedreht wurde (anders als Resurrection of the Daleks welches nachträglich in dieses Format editiert wurde). Es war ein hochexperimenteller Versuch, den man nach dieser Staffel wieder fallen ließ.
  • Der Handlungsbogen gilt außerdem als der gewalttätigste Handlungsbogen nicht nur in der wohl gewalttätigsten Staffel der Serie (laut Kritikern und Elternverbänden), sondern auch der Serie allgemein. Er ist einer von nur fünf Handlungsbögen/Episoden, deren Freigabe von 6 auf 16 Jahre angehoben wurde.
  • Dabei war in der Nachbearbeitung noch die Szene, in welcher Lyttons Hand zerquetscht wird, abgemildert worden. Gedreht wurde es wesentlich schlimmer und auch John Nathan-Turner wollte es deutlicher haben als es gezeigt wurde.
  • Zusammen mit dem nachfolgenden Vengeance on Varos wurde Attack of the Cybermen konkret als Beispiel für die negative und dunkle Entwicklung der Serie (die eigentlich als Kinder-/Familienserie gedacht ist) betrachtet und folglich nicht nur von Kritikern (extern wie intern), sondern auch von einigen BBC-Vorständen als Grund für die Einstellung der originalen Serie genannt.
  • Auf der anderen Seite werden übrigens gerade diese beiden Handlungsbögen von Fans mit zu den besten der Ära des Sechsten Doctors gezählt...
  • Während der Dreharbeiten zu The Twin Dilemma waren Nicola Bryant und Colin Baker nicht gut miteinander klargekommen. Als die Arbeit an Attack of the Cybermen begann, hatten sich die beiden eine Weile nicht gesehen. Sie fanden nun im Lauf des Drehs einen Weg, ihre Differenzen auszuräumen und schufen die Basis für die weitere Zusammenarbeit.
  • Arbeitstitel war The Cold War. Kurzeitig war auch Return of the Cyberman als Titel im Gespräch.
  • Urpsrünglich sollte Pennant Roberts Regie führen. Da der Drehplan mit Roberts anderen Verpflichtungen kollidierte, wurde ihm statt dessen das Serial Timelash gegeben.
  • Die Szene in den Schächten, welche den Handlungsbogen eröffnete, sollte ursprünglich aus Sicht einer Kanalratte gezeigt werden. Dies wurde auch gedreht, das Ergebnis war aber unzufriedenstellend, so dass eine um Kleinigkeiten gekürzte herkömmliche Version gedreht wurde.
  • Zu den zahlreichen Änderungen im Script gehören auch Handlungsortänderungen: Gustave Lyttons Überfall sollte einer gewähnlichen Bank und 2 Millionen Pfund in Scheinen gelten. Drehort war die Außenansicht eines Filmstudios in Hammersmith. Das Ganze wurde auf Betreiben von John Nathan-Turner so dargestellt: Eine in den 1970er Jahren populäre Polizeiserie war duch Wiederholungen wieder ins Blickfeld des Publikums geraten, und Nathan-Turner, der auch an ein Spinb-Off mit Lytton aus Hauptfigur dachte, lancierte den Vergleich von Lyttons Szenen mit jener Polizeiserie.
  • Die Musik, welchezu hören ist als die TARDIS auf dem Schrottplatz landet, ist eine Referenz an Ron Grainer: Eine sehr ähnliche Meldodie hatte er in den 1960er Jahren für eine andere TV-Serie beigetragen.
  • Die kurze Sequenz als Lyttons Gruppe die Kanalisation hinabsteiht musste mehrfach neu gedreht werden: Zum einen weil die Darsteller ihren Text nicht richtig konnten, zum anderen weil es Probleme mit der Beleuchtung gab.
  • Ähnlich geschah es bei der Szene mit dem Doctor, Peri und dem den beiden auflauernden Russel: Zuerst wackelte die Kamera zu stark, dann war der Regisseur mit Nicola Bryant unzufrieden, wiederholt gab es Beleuchtungsprobleme, und am Ende wurde alles umgestellt, um überhaupt ein einigermaßen brauchbares Ergebnis zu erzielen.
  • Die Szene, in welcher die zur Orgel mutierten TARDIS landet, sollte eigentlich im Studio gedreht werden. Unerwartet stand aber mehr Geld für Außendrehs zur Verfügung, was dankend angenommen wurde. So kam es auch zum von Colin Baker improvisierten Einschub, auf der Orgel zu spielen, denn eigentlich sollte die TARDIS sich als Wandschrank tarnen. Ein solcher war aber vor Ort nicht vorhanden und man nahm "irgendenwtas großes".
  • In der selben Szene, nachdem die Polizisten überwältigt wurden, schraubt Peri den Schalldämpfer von der erbeuteten Waffe: Der Grund war ein Fehler bei der Planung: Die Taschen der Rosa Hose waren zu klein, die gesamte Waffe konnte nicht wie vom Drehbuch verlangt hineingesteckt werden.
  • Persi sollte ursprünglich auch ein blaues Kostüm tragen, was sich bei den Proben aber als fürs Fernsebild unpassend erwies. Im Zweiten Teil erhielt sie dann rote Kleidung, welche vom Design er näher an dem dran war, was ursprünglich vorgesehen war.
  • Dem erweiteren Budget für Außendrehs iet es auch zu verdanken, dass die Szenen, die auf Telos spielen, eingefügt wurden. Sie standen lange Zeit nicht im Drehbuch.
  • Platz für diesen von Eric Saward verfassten Teil war, weil das abgelieferte Drehbuch insgesamt 20 Minuten zu kurz war.
  • Jonathan David sollte urpsünglich den Cyber-Lieutenant spielen. Die Rolle des Stratton war an Trevor Raymond vergeben. Dieser brach sich jedoch kurz vor Drehbeginn das Handgelenk.
  • Charles Griffiths sollte zum Ende der ersten Episode durch einen Cyberman erschossen werden. Eric Saward fand das Zusammenspiel zwischen ihm und Lytton jedoch interessant und nahm die Figur mit in Episode 2, wo er zulasten von Peri mehr Zeit bekam.
  • Wenn man genau hinschaut sieht man, in welcher Reihenfolge die Szenen in der TARDIS gedreht wurden: Zuerst der Kampf mit dem Cybermen, später erst die Reparatur des Chamäleonschaltkreises: Die Spuren, welche die Explosion hinterlassen, sind bereits am Anfang von Episode 1 zu sehen, nicht aber zu Beginn des Kampfes.
  • Geld sparen im Stil der BBC: Terry Molloy ist zwar zu Beginn des zweiten Teils kurz in der Wiederholung des Clifhangers zu sehen und die sich daran anschließende Handlung ist die selbe Szene, doch er war nicht mehr anwesend. Sonst hätte er Geld dafür erhalten dass er einfach nur dagelegen hätte.
  • In dieser Szene hätte laut Drehbuch auch die Klosterglocke zu hören sein sollen, als der Doctor die Selbstzerstörung aktiviert.
  • In einer frühen Fassung der Geschichte hatten die Cybermen die Zeitreisetechnologie bereits selbst entwickelt. Nach einer Umarbeitung wenden sie lediglich noch weitere Tricks an, um den Doctor zur Kooperation zu zwingen. Dieser wiederum macht in dieser nicht umgesetzten Fassung des Drehbuchs wesentlich klarere Aussagen über seinen letzten Aufenthalt auf Telos.
  • In dieser Frühfassung sollte der finale Showdown auf dem Halley's Comet zwischen Cryonen und Cybermen stattfinden, Lyttons Rolle darin war anders konstruiert. Bis zur gefilmten Fassunng wurden die Konstellationen mehrfach geändert.
  • Auch sollte die TARDIS auf Ebene 7 der Grabanlagen landen. Dies musste aus Kostengründen geändert werden, da die BBC zwischen Abnahme des Scripts und Drehbeginn die Mittel für alle Serien um 5% gekürzt hatte. Nathan-Turner versuchte erfolglos, für Doctor Who eine Ausnahme zu erreichen.
  • Deswegen entfiel auch ein kurzer Handlungsstrang mit sechs außer Kontrolle geratenen Cybermen. Es blieb ein Kurzauftritt eines Einzelnen.
  • Ebenfalls dem Budget geschuldet war das völlig vom Script abweichende Design der Cryonen, welches erest dreistig Minuten vor dem Dreh der ersten Szene mit Threst fertiggestellt wurde. Es war ähnlich wie das der Cybermen unbequem und konnte nicht ohne Hilfe abgelegt werden.
  • Ein solches Kostüm war auf für Koo Stark schon im Entstehen. Sie sollte die Varne spielen. Stark war als Ex-Geliebte von Prince Andrew in der Boulevardpresse bekannt. Sie hatte schon für sie Rolle zugesagt, der Abspann mit ihrem Namen war schon in Auftrag gegeben und eine Medienkampagne mit ihrem Gastspiel bei Doctor Who war am Laufen, als sie doch noch ausstieg. Sarah Greene wurde aus dem Urlaub geholt, um Stark zu ersetzen.
  • Eine von Baker und Bryant intensiv geprobte Szene, die nicht im Script stand, aber von Matthew Robinson mit erarbeitete, improvisierte Szene sollte den Abschluss bilden: Der Doctor hat Probleme, die TARDIS zu steuern und macht ein paar flapsige Bemerkungen.´Auch sagt er, er habe sich noch nicht ganz von seiner Regeneration erholt. Er beißt in einen Apfel und wirft ihn Peri zu. Mitten im Wurf sollte das Serial enden. John Nathan-Turner unterband dies, weil er die Szene für zu trivial hielt.
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